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 Momente im Leben

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johnny590
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BeitragThema: Momente im Leben   Fr Dez 23, 2011 12:24 am

Hallo Zusammen
bin neu hier und will gleich mal das erste Kapitel meiner Story zum besten geben. Wenn es Anregungen, Kritik oder sonst irgendwas gibt, einfach schreiben ich bin offen für alles. Hoffe es gefällt euch.


Kapitel 1
Nur im ersten Moment als ich mit dem Messer in meinen Arm stach, merkte ich das kalte Metall in meinem Körper, danach spürte ich nichts mehr. Schmerz. Leid. Traurigkeit. Alles wie weggeblasen. Es blieb nur noch ein komisches Gefühl. Was war es was ich da spürte? Ich glaube es war Erleichterung. Die Erleichterung niemandem mehr zur Last zu werden, oder jemandem im Weg zu stehen glücklich zu werden. Ich schaute mich ein letztes Mal in meiner Umgebung um. Es war ein sonniger und warmer Juli Tag. Ich hörte die Vögel im nahe gelegenen Wald singen. In der Ferne hörte ich sogar ein paar spielende Kinder. Es roch nach Wald und feuchtem Gras. Ich saß auf einem Hügel und hatte einen herrlichen Ausblick auf meinen kleinen Heimatort. Der Heimatort der mir früher immer so triste vorkam, erschien mir jetzt so farbenfroh, sogar der kleine See glitzerte und funkelte in allen nur möglichen Farben. War es die Richtige Entscheidung? Ich hatte mir zwar geschworen nie wieder eine Träne zu vergießen, doch ich schaffte es nicht. Eine einzelne Träne lief mir die Wange runter. Es war keine Träne des Bereuens oder aus Trauer, es war eine Träne der Rührung oder Glück? Ich schloss die Augen und genoss den Moment.

In mir stieg eine Wärme auf. Keine unangenehme, eher wie die ersten Sonnenstrahlen des Sommers im Gesicht. Es durchflutete meinen ganzen Körper. Als ich nachsehen wollte was mir diesen angenehmen Moment beschert, sah ich mich selber. Wie ich mit dem Rücken an die alte Eiche gelehnt war. Das Messer mit dem ich mir die Pulsader aufschnitt lag neben mir. Mir fiel auf, dass ich in einer Pfütze aus Blut stand. Als mir bewusst wurde, dass es mein Blut war, wurde mir schwarz vor Augen. Alles um mich herum verschwand und rückte in weite Ferne. In diesem Moment fühlte ich mich allein und verlassen, wie schon oft in meinem Leben, doch eins blieb.

Wärme.

Plötzlich tauchte ein grelles Licht auf. Ich hörte leise, dumpfe Stimmen. Ich verstand sie nicht. Sie wurden lauter, als das Licht immer näher kam. Als ich ganz vom Licht umgeben war, hörte ich Babygeschrei. Ich wollte nachsehen woher das Geschrei kam, doch ich konnte nicht. Das Licht was so hell, das es mich blendete. Nach einem Augenblick konnte ich meine Augen öffnen und sah meine Mutter. Sie lag auf einem Bett mit einem Neugeborenen auf dem Bauch, das immer noch schrie. Eine tiefe Männerstimme Beglückwünschte sie zu ihrem Sohn und fragte wie er denn heißen soll. Sie antwortete: „Mein kleiner Engel soll Luis heißen.“ – Luis? Ich bin Luis. War ich das? Ich wollte mir das Baby näher anschauen. Als ich dem Baby näher kam und die Hand ausstreckte um ihm den Kopf zu streicheln, beruhigte sich klein Luis langsam und auch mein aufgewühltes Inneres beruhigte sich.

Als er sich ganz beruhigt hatte, klopfte es leise an die Tür. Ich war jedoch so fasziniert, das ich nicht bemerkte wer ins Zimmer kam. Ich hörte nur die Stimme. Sie war wie Musik in meinen Ohren. Eine Stimme die ich schon lange nichtmehr gehört hatte. Es war mein Vater. Er fragte:„Hey mein Spatz. Ich bin so schnell gekommen wie ich konnte. Aber wie ich sehe bin ich trotzdem zu spät.“-„Das ist nicht so schlimm, komm her und schau dir doch mal unseren kleinen Schatz an.“ Sie waren beider sehr glücklich. Ich hatte beide noch nie so glücklich gesehen wie in diesem Moment. „Ihr beide seht so süß aus. Ich hol‘ Paul damit er sein kleines Brüderchen sehen kann.“ Als sie mein Baby-ich auf den Arm nahm tat es mir leid, dass ich sie noch belogen hatte. Heute Morgen beim Frühstück fragte sie mich noch ob alles okay wäre. Darauf log ich sie nur an und sagte:„ Ja klar. Mir geht’s gut.“ Doch in meinem Inneren tobte es. Doch ich wurde aus meinen Gedanke gerissen als mein Vater mit Paul ins Zimmer kam. Als sie so am Bett standen, lachten und Paul einiges erklärten, ging mir durch den Kopf, dass es doch ein schönes Leben hätte werden können. Mit diesem Gedanken verschwand auch dieses Bild vor meinen Augen…
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Faules_Kätzchen
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BeitragThema: Re: Momente im Leben   Fr Dez 23, 2011 12:35 am

Wirklich gut geschrieben, gefällt mir sehr! Smile Würde ich gern weiterlesen!
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Flieger
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BeitragThema: Re: Momente im Leben   Fr Dez 23, 2011 3:25 pm

Stimmt, ist wirklich gut geschrieben, mit vielen Beschreibungen und Farben Smile Ich les auch weiter mit Surprised
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johnny590
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BeitragThema: Re: Momente im Leben   Fr Jun 22, 2012 2:07 am

Ich weiss, dass der erste Teil schon schon ewig her ist. Aber ich schreibe halt nur wenn ich mich inspiriert fühle. Ich hoffe trotzdem, dass es euch (noch) gefällt.

Kritik und Meinungen sind sehr, sehr gern gesehen.


In der Dunkelheit lies mich dieser Gedanke nicht los. Nach einer Weile in der Dunkelheit tauchte eine geisterhafte Gestalt vor mir auf. Es war nur sehr schwer möglich in dieser Gestalt jemanden oder etwas zu erkennen. Deshalb beschloss ich darauf zuzugehen. Erst etwas zögerlich, doch nur langsam näherte ich mich dem grauen Etwas.

Als ich fast bei der Gestalt ankam wurde es wieder hell und ich fand mich in einem Wald wieder. Durch die Blätter schien die Sonne auf den Waldboden. Es war Sommer und die Vögel zwitscherten in den Baumkronen. Der Geruch des Waldes stieg mir in die Nase. Ich sah mich um und erkannte diesen Wald. Es war der Wald zum Nachbarort und meiner Schule. Ich sah mich weiter um und etwas weiter im Dickicht sah ich ein Fahrrad. Ich ging vom Weg Tiefer in den Wald und sah es. Das Hüttchen. Ich ging hinein. Plötzlich schossen mit viele schöne Erinnerungen in den Kopf. Als ich mich im Hüttchen umsah sah ich mich. Ich kauerte auf einem Sofa und hatte Tränen in den Augen.

Ich erinnerte mich was für eine Situation das war. Ich war 13 und hatte in der Schule früher Schluss. Ich fuhr nachhause und platzte dort in einen Streit meiner Eltern. Sie waren in ihrem Zimmer im ersten Stock und merkten nicht das ich da war. Ich dachte mir nicht viel dabei, denn sie stritten sich sehr oft. Auch wenn sie sich anschrien bekam ich nicht viel mit. Dennoch raste mein Herz und mir kam nur ein Gedanke. Ich musste hier weg. Ich konnte es nicht ertragen, dass sie sich stritten. Ich rannte zur Tür raus, schmetterte sie hinter mir zu, schwang mich auf mein Fahrrad und fuhr los. So schnell ich nur konnte. Ziellos. Schließlich fuhr ich zu dem Ort der mir am Sichersten vorkam. Zur Hütte im Wald.

Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen als es an der Tür der Hütte klopfte und der Sohn unserer Nachbarn Tom hinein kam. „Was ist los?“ fragte der 19-jährige. Ich sah mich nur antworten:„Meine Eltern streiten sich schon wieder.“ Wortlos setzte sich Tom zu mir auf das Sofa, nahm ich in der Arm und tröstete mich. Doch was dann kam, daran wollte ich mich nicht erinnern und die Wut stieg in mir auf. Ich wollte mir das nicht ansehen was da geschah. Doch egal was ich versuchte ich konnte mich nicht vom Fleck bewegen. Auch als ich die Augen schließen wollte ging es nicht. Mit Tränen in den Augen sah ich es. Tom richtete mein junges ich auf , wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und küsste mich auf die Stirn. Er umarmte mich und hielt mich fest. Dann küsste er mich auf den Mund und eine seiner Hände wanderte immer mehr zu meinem Po. Mit der anderen Hand ging er mir vorne in die Hose.

Ein Lichtblitz blendete mich. Durch das Licht drang nur Toms Stimme: „Ich weiß du willst es doch auch!“

Als ich mich wieder zurecht fand, sah ich nur noch wie Tom sich sein T-Shirt wieder anzog und schweigend ging. Mein junges ich stand immer noch mit runter gelassener Hose einfach in der Hütte. Ihm liefen die Tränen über die Wange. Als ich mir meinem jungen ich näherte, stieg die Kälte und Leere in mir auf. Dort wo ich eben noch die Wärme war, war nichts anderes mehr als Leere.

Leere die mich mein Leben lang verfolgte.


So verschwand auch dieses Bild wieder vor meinen Augen und ließ mich zurück in Dunkelheit,
Leere und Kälte.


So stand ich wieder in der Dunkelheit. Ich fühlte mich so benutzt und beschmutzt. Erst jetzt wurde mir bewusst das mein Leben seit diesem Tag immer mehr zum Alptraum wurde, denn das mit Tom blieb leider nicht bei diesem einem Mal. Immer wieder kam er an und ich gab ihm was er wollte. Mir war zwar damals schon bewusst, dass es falsch war, dennoch war es ein schönes Gefühl begehrt zu werden. Ich belächelte die Versuche meiner Freunde eine „richtige“ Beziehung aufzubauen. Auch wenn Tom mich nur benutzte, bildete ich mir mehr ein. Auch wenn jede Zärtlichkeit seinerseits zwar stets zum einen hinausliefen, war es schön die Wärme einer anderen Person zu spüren.

Doch die Beziehungen meiner Freunde entwickelten sich weiter, während ich mich in einer Beziehung war, die immer noch die selbe war, denn sie hatten alle etwas das ich nicht hatte.


Liebe


Hinter mir knatterte auf einmal etwas. Erst sehr leise und sehr weit entfernt. Es kam immer näher, ich erkannte dann einen alten Filmprojektor mit einer Leinwand auf der mein Leben in Schwarz/Weiß ablief.

Ich sah wieder wie ich geboren wurde.
Ich sah mich, wie ich im Garten mit Paul Tobte.
Ich sah wie meine Eltern und Groß-Eltern mit mir meinen 4. Geburtstag feierten.
Ich sah meine Einschulung
Ich sah unseren Familienurlaub am Strand.

Dann sah ich ihn.


Lukas.
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