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 Seifenblasen

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fuwachi
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BeitragThema: Seifenblasen   Fr Jul 20, 2012 3:02 pm

Uh, das ist ne ältere Arbeit von mir, wo ich gezielt versucht habe magische orte zu beschrieben und meine Fantasie echt freien Lauf zu lassen...

Seifenblasen

Ich bin so müde, dass mir die Augen fast zu fallen, denn sie fühlen sich so schwer an. Alles hat an Bedeutung verloren, alles, ich bin nur noch müde. Ich seufze und lass mich in in meine Traumwelt gleiten, ganz sanft.

Ich falle ganz langsam und schwerfällig durch ein Meer aus Seifenblasen, sie platzen wenn ich sie berühre in kleine Wassertröpfchen, Das Meer scheint so endlos, so bodenlos. Ich möchte gerne hier in diesem Wirrwar aus runden Blasen bleiben, in denen sich das Licht als Regenbogen an ihrer zwarten Oberfläche spiegelt bleiben. Für immer fallen und niemals ankommen.

Doch irgendwann werden die Seifenblasen lichter, immer weniger um mich herum. Plötzlich schwebe ich in der Luft, unter mir eine grüne Wiese die sich mir mehr und mehr nähert, denn ich falle immernoch.
Ich komme auf der saftigen Wiese an, liege sanft im frischen Gras. Über meinen Kopf schweben gigantische Wolken aus bunten Seifenblasen, die aus der ich gefallen bin die ist größte von allen.
Es lösen sich ständig kleine Seifenbläschen von den Wolken ab und tuckern langsam und kreisend wie Schneeflocken hinunter.

Ich liege einfach dort, ganz unbekümmert und lasse mir die Seifenblasen ins Gesicht fallen. Sie kitzen auf meinem Gesicht wenn sie irgendwann zerplatzen.
Um mich herrum riecht es nach Frühling und Seife. Und es ist so angenehem warm, obwohl ich nur ein seichtes weißes Baumwollkleid trage, das keine Ärmel hat und mir nur nur bis zu den Knien geht.
Ich verbringe vielleicht Stunden damit hier einfach zu liegen, auf dem Berg unter den Wolken, doch ich weiß nicht genau ob es wirklich Stunden sind, denn hier gibt es keine Zeit, keine Zeit die drängt und einen hetzt.
Es könnten Stunden sein, es könnten Tage sein, vielleicht auch nur ein paar Minuten. Ich weiß es nicht, will es auch nicht, warum sollte ich mir darüber Gedanken machen? Es ist nicht wichtig.

Manchmal erhasche ich zwischen den Wolken ein kleinen Fetzten Himmel, dann sehe ich blau, so ein wundervolles helles Blau. Sowas habe ich noch nie gesehen, ich habe noch nie sowas blaues gesehn.

Irgendwann schlafe ich ein, ganz unbekümmert. Ich merke gar nicht wie ich anfange den Berg runter zu rollen.
Ich reiße die Augen auf, als ich es merke, doch statt panisch los zu schreien, lache ich laut auf. Es macht irgendwie einfach spaß über das Gras zu rollen!

Aufeinmal platsche ich in einen Bach, der am Fuße des Berges liegt. Ich kreische angemessen auf, ich bin völlig durchnässt. Immernoch lachend schüttel ich meine Haare, Tröpfchen fliegen quer durch alle Himmelsrichtungen.
Mir fällt auf, das das Wasser ganz klar ist, kein bisschen trüb, ich kann mein Spiegelbild erkennen, das ins Wasser lächelt. Man kann auch auf den Grund gucken der mit weißen kleinen Kiselsteinen bedeckt ist.

Dann plötzlich huscht ein Fisch um meine Beine, so einen Fisch habe ich auch noch nie gesehen, denn seine Schuppen sind bunt, wie der Regenbogen!
Mehr Fische kommen hinzu, in so vielen bunten knalligen Farben, Farben die ich mir nicht mal vorstellen konnte, Farben die ich gar nicht kannte, oder je vorstellen konnte
Ich laufe mit den Fischen stromabwärts.

Der Saum meines Kleides kommt ins Wasser, das komischerweise so warm und gar nicht kalt ist, aber was ist an diesen Ort, der so fabelhaft ist denn schon normal?!
Ich mache mir keine Gedanken darüber, ich brauch es nicht ja wissen, was diesen Ort so schön macht, hauptsache er ist so, und ich kann hier sein.

Ich höre von Norden her leise Musik, liebliche Musik. Dann stehe ich am Ende des Baches, denn der Bach würd zu einem Wasserfall. Vielleicht 3 Meter tief.
Unten ist ein Seichter Teich und drumherrum Bäume die rote, pinke und gelbe Blätter haben. Die Stämme sind bei allen ganz weiß.
Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen, halte die Luft an, schließe die Augen, und springe einfach den Wasserfall runter.
Ich spüre wie ich für einen kurzen Augenblick in der Luft bin, dann platsche ich schon ins Wasser.
Das Wasser ist tief geung, sodass ich mich nicht verletzte.

Ich schwimme an Rand und atme tief durch.
Die Fische fallen alle den Wasserfall hinunter wie ich, aber sie tauchen nicht wieder auf, stattdessen kommen bunte Vögel aus dem Wasser wie Pfeile geschossen und fliegen in den Wald hinein. Ich verbleibe nicht lange an diesen Ort. ich gehe in den farbenfrohen Wald hinein, suche nach der Quelle der Musik.

Ich streife durch den Wald, hier kommen die Seifenblasen wegen dem Blätterdach nicht durch.
Das Licht das hier reinfällt, ist rötlich und wirkt sehr warm. Jeder meiner Schritte raschelt auf den trockenen Laubboden.

Die Musik wird immer und immer lauter, bis ich erkenne was es ist. Ein lauter schriller Popsong, ich kenne ihn, ich kenne ihn!
Die Bäume werden immer weniger, bis ich ganz aus dem Wald raus bin und auf einer weiten, schiel endlosen Blumenwiese stehe.
Pink, Blau, Orange, Lila, Rot, alle erdenklichen Farben haben sich hier ähnlich wie bei den Fischen im Bach als Blumen versammelt, und bilden ein weites Meer, das wegen den Seifenblasen die auf ihm liegen in der Sonne, die hier zwischen den Schaumwolken hinaussticht funkelt und glänzt. Über mir die wilden Vögel die sich zu einem riesigem Schwarm zusammen gefunden haben und sanft umherkreisen.
Der Kiefer blieb mir hängen und ich ranne wie wild los.

Wo ich herlaufe kommen Schmertterlinge die silberne Flügel haben von den Blumen geflogen. Sie fliegen mir wie wild hinterher, schwirren um meinen Kopf.
Ich renne immernoch der Musik hinterher.

Von weiten sehe ich wie aus einem Schornstein weit hinter den Bergen die Seifenblasen kommen, sich einen Weg hoch zum blauen Himmel bahnen.
Ich laufe schneller und schneller, denn von dort kommt die Musik. Der Song den ich kenne, aber nicht benennen kann.
Irgendwie ist die Musik aufeinmal unerträglich laut in meinen Ohren das es fast unangehnem ist . . .

Plötzlich verdunkeln sich die Blumen unter meinen Füßen, verwelcken und werden zu dunkelgrauen Stein.
Die Musik wird zu einen schrillen Schreien oder eher einer Sierene.
Ich sehe panisch hoch in den Himmel. Die Seifenblasen sind alle fort und kalter Regen prasselt mit fester Hand stürmisch auf mich hinab, aus einem Himmel der nicht mehr blau sondern pechschwarz ist. Ohne Sterne und ohne ein Mond.

Ich frage mich verzweifelt was mit meiner wundervollen Traumwelt passiert ist. Wo ist all das Schöne? Wo sind die Farben hin? Die wundervolle Musik, die jetzt nur noch schrecklich weh in meinen Ohren tut.
Was soll das alles?
Ich fühle auf einmal einen heftigen Schmerz in meiner Brust, der mich in der nächsten Sekunde sofort fallen lässt...

Der große Blutfleck auf meiner Brust wird immer größer und er scheint damit auch nicht aufhören zu wollen.
Was ist passiert?
Da fällt es mir wieder ein, ich bin angeschossen worden. Genau.

Ich kann keine klaren Gedanken fassen, denn ich bin so müde, dass meine Augen schon ganz schwer sind.
Ich seufze und lasse sie zufallen. Alls kommt mir nicht mehr so wichtig vor.
Falle ganz sanft und beginne Seifenblasen zu sehn, bunte Seifenbläschen die mich zu tragen scheinen.
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