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 NOCA

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BeitragThema: NOCA   Fr Aug 31, 2012 10:51 pm

So meine Lieben....
Ich bin jetzt endlich wieder internetfähig (langsam geht es mir auf die Nerven, aber was soll man machen >->)
Uuuund...ich muss gestehen, das man in einer internet freien Zeit wieder dazu kommt ein bisschen zu schreiben...also bin ich jetzt so weit, mein neues großes Projekt zu präsentieren :3
Ich hoffe, ihr seit genuaso kritisch und gut gelaunt wie bei Geister XD Das übrigens auch weitergeht....
Also, wir werden jetzt etwas ernsthafter. Eine wunder(oder auch weniger) schöne zukunftsversion unserer Gesellschaft, ohne Magiesche Nebenefekte.
Es geht um Dinge wie Überbevölkerung, Abtreibungen, Behinderungen, lauter schwirrige Themen (Ich werde dieses mal auch ein bisschen recherschieren...)...aber ich verpflanze da bestimmt auch eine schöne Liebesgeschichte, da schätzt ihr mich wohl richtig ein...Allerdings wird es auch traurig, nachdenklich, spannend, und, hhm, sehr sehr traurig...Aber lest selbst Smile


NOCA


Es ist ein Kampf.
Nur die Besten dürfen ihn Überleben.


Kapitel 1: Autum

Stille. Wenn es in meinem Leben etwas beständiges gibt, etwas, das sich niemals verändern wird, dann ist es die Stille der Nacht.
Sie senkt sich jeden Abend über die langen, grauen Lagerhäuser, in denen Reihenweise kleine Herzen schlagen. Eine Massenproduktion, zusammengepfercht, und darauf trainiert, bis zum 16 Lebensjahr zu überleben. Danach werden sie in die Wildnis geschickt, um dort zu überleben.
Viel mehr wissen wir nicht, nur das niemals jemand aus der Wildnis zurück gekehrt ist.
„Noca, Noca!“
Die dünne Stimme erreicht mich sofort, und ich drehe mich um.
Autum ist sehr schlau, auch wenn die meisten das abstreiten würden, weil er mit vier Jahren noch nicht gut laufen kann, und nur mit Schwierigkeiten spricht.
Aber er ist der einzige, der mich findet, wenn ich mich nachts verstecke. Eigentlich ist er sogar der einzige, der weiß, das ich mich nachts aus der Baracke schleiche, und auf die Dächer klettere, auf jeden Fall offiziell.
„Wo bist du?“
Er lacht und rennt ein wenig hin und her, und ich tue so, als ob ich ihn nicht finden könnte, obwohl ich ihn von meinem hohen Aussichtsposten aus längst entdeckt habe.
Um neun Uhr sollten alle im Bett sein, aber sie konnten sich keine für unsere Baracke leisten.
Die Baracke, in der die Kinder leben, die die schlechtesten Chancen haben, in der Wildnis zu überleben.
„Sei ein bisschen leiser, sonst finden sie uns noch!“
Ich flüstere es, aber er klettert weiter mit seinen kurzen Beinen ungelenk über die Schrotthaufen, also rutsche ich an denn Rand des grauen Hauses und springe vom Dach auf ein ausrangierte Sofa.
Die Sprungfedern quietschen, obwohl ich kaum etwas wiege, und ich warte, ob sich etwas rührt, aber in denn Fenstern, die sich kurz über meinem eingezogenen Kopf eng nebeneinander reihen, bleiben die Lichter aus.
„Autum!“
Vorsichtig taste ich mich durch die Dunkelheit, in der sich der kleine Schrotthaufen befindet. Vorher konnte ich ihn hören, aber jetzt ist er plötzlich sehr still.
„Autum?“
Ein Licht geht direkt über mir an, und jemand schiebt ein Fenster hoch.
„Wer ist da?“
Es ist eine männliche Stimme. Ich presse mich unter dem Fenster auf denn Knien an die kalte Wand und hoffe, das Autum still bleibt. Natürlich nicht.
„Noca!“
Als sich jemand über mir aus dem Fenster beugt, schiebe ich mich langsam auf Autums Stimme zu.
„Bist du – ein Kind? Was machst du da?“
Kann er sich nicht einfach wieder hinlegen? Er darf auf keinen Fall Autum erwischen.
„Nichts!“
Zitternd verschränke ich die Arme vor der Brust, während ich auf stehe und mich umdrehe.
Ich zwinkere gegen das grelle Licht, und die Umrisse des Jungens, der da im Schlafanzug steht werden klarer.
Er ist groß. Wahrscheinlich wird er dieses Jahr auch dabei sein.
Seine Haare sind dunkelblond und lockig, die Augenfarbe ist undefinierbar dunkel.
„Was machst du hier?“
Natürlich sind Mädchen und Jungen voneinander getrennt. Abgesehen von der Baracke, niemand kümmert sich um die Kinder dort.
„Bist du ein Engel?“
Ungläubig starre ich ihn an, aber seine wohl schwarzen Augen glitzerten vor Belustigung.
„Dann habe ich einen Wunsch frei, nicht war.“
Las ihn doch reden, solange er niemanden ruft. Wo war Autum?
„Kannst du mir zeigen, wie du auf das das Dach kletterst?“
Erschrocken hebe ich denn Kopf und sehe wie er sich begeistert noch weiter aus dem Fenster lehnt.
„Nein!“
Er hält inne und sieht mich überrascht an.
Ich schüttele heftig denn Kopf und weiche zurück. Dann drehe ich mich schnell um, Autum hinterher, denn ich weg stolpern gehört habe.
Das ist der Grund, weshalb ich in der Baracke wohne.
Ohne Autum kann ich nichts.
Ich packe seine Hand und nehme ihn auf denn Arm, drücke seinen kleinen, zerbrechlichen Körper an mich.
Als ich mich vorsichtig umdrehe, steht er immer noch am Fenster und starrt mich an.
Schnell drehe ich mich wieder weg und laufe weiter denn Trampelpfad davon
„Charlie! Ich heiße Charlie!“ ruft er mir Hinterher.

So. Morgen gehts weiter Smile
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Niea
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BeitragThema: Re: NOCA   Mo Sep 03, 2012 11:43 am

Klingt doch cool Very Happy
Aber keine magischen Nebeneffekte *traurig sei* Nein, Scherz. Bin gespannt wie's weitergeht. Und recherschieren ist nie schlecht. Das spricht nur für die Qualität Very Happy
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BeitragThema: Re: NOCA   Do Sep 06, 2012 8:15 pm

XD Tja, muss ja auch ohne gehen :3 *sight* soviel zu morgen geht es weiter, tut mir leid >-> die WEbsite hab ich nicht mehr gefunden, Schussel >/////<

Die Tür ist nicht verschlossen, wieso auch.
Ich schleiche in das große Zimmer, aus dem die gesamte Baracke besteht.
Die Fliesen, die sich über das ganze Zimmer ziehen waren einmal weiß, und sind nun mit einer dicken Schicht Schmutz bedeckt.
An denn Wänden stehen reihenweise unterschiedlichster betten.
Einige der Kinder, die dort liegen, haben ihr Bett noch nie verlassen, wenn ihre Beine falsch gewachsen sind, oder sie aus irgendwelchen sonstigen Gründen nicht fähig sind, sich selbstständig zu bewegen.
Damit sie überleben, werden sie mit Pillen voll gestopft. Manche sterben an denn Pillen selbst, dass sind die Glücklichen.
Die anderen werden an dem Tag davon geschafft. Zurück komme nur die leeren Betten.
Es gibt auch einige, die sich freier bewegen können, die meisten von ihnen versuchen unter allen Umständen als normal anerkannt zu werden, um in die Betonbauten verschifft zu werden.
Im Grunde genommen vegetieren alle vor sich hin und warten auf ihr Ende. Ich glaube nicht, das da draußen etwas anderes Wartet als der Tod.
Vorsichtig schleiche ich im Halbdunkel an denn schlafenden vorbei, und drücke Autum fest gegen meine Brust.
Unser Bett ist sehr alt und steht am Ende der Reihe. Es ist auch sehr groß, und wir sind nicht die einzigen, die darin schlaffen, heute ist es ein kleines Mädchen, das nur eine Hand hat.
Sie weigert sich seit Tagen, Autum bei seinem Namen zu nennen und ich mag sie nicht sonderlich.
Die Baracken Kinder haben keine Namen. Sie werden nach zahlen benannt, nur normale Kinder bekommen einen Namen.
Wir haben uns nie daran gehalten.
Ich habe 56 Autum getauft. Und da das einzige Wort, das er sagt, Noca ist, habe ich beschlossen, das das mein Name ist. 29 Ist nicht annähernd so schön.
Autum ist ein geschlafen, und ich lege mich mit ihm im Arm einfach in das Bett.
Weil ich noch nicht einschlafen kann, beobachte ich, wie sich der Staub auf die Decke legt.
Charlie.
Er war mir noch nie aufgefallen, aber es gab ja auch einige Kinder in diesem Trakt.
Wahrscheinlich war er sehr beliebt, immerhin sah er gut aus.
Er war groß und hatte einen gesunden, kräftigen Eindruck gemacht.
Wohl einer der Topkandidaten, die Wildnis zu überleben. Wer wollte jemanden wie ihn nicht zum Freund haben. Wieso also hatte auf das Dach gewollt?
Um ein bisschen rebellisch zu spielen?
Und wieso machte ich mir Gedanken über ihn? Hätte ich ihm vielleicht denn Weg auf das Dach gezeigt, wenn er noch so hübsch gewesen wäre? Niemals. Na also.
Ich schließe die Augen und bin auf dem Großen Holzbett auch bald eingeschlafen.

„NEUNUNDZWANZIG!“
Da mir nun jemand direkt ins Ohr brüllt, beschließe ich zu reagieren.
Neben dem Bett steht eine fette, hässliche Frau und starrt mich durch ihre kleinen Hühneraugen verbittert an.
„Bist du jetzt auch noch taub geworden oder was? Alle warten auf dich!“
Sie tritt von dem Bett zurück und stampft durch denn Raum, betont laut, aber sie hat so oder so schon alle anderen geweckt.
Laut genug, das es jeder verstehen kann murmelt sie von der Schande, auf einen Seelenkrüppel warten zu müssen, aber ihre Beleidigungen machen mir schon lange nichts mehr aus.
Autum öffnet die Augen und gähnt laut.
„Komm, wir müssen – irgendwohin!“
Ich grinse über das empörte Gesicht der Frau.
„Sag mir nicht, du weißt nicht mehr – wir sprechen nun schon seit Tagen nur darüber! Und 56 kommt sowieso nicht mit!“
Als sie mein Gesicht sieht gibt sie wütend auf.
„Am Ende versuchst du noch, in mit in die Wildnis zu schleppen! Verdammtes Biest!“
Sie hatte es natürlich nicht ernst gemeint. Niemand hatte jemals versucht jemand anderen mitzunehmen.
Es wurde Zeit, das ich mir Gedanken machte wie, aber ich war gut im Verdrängen.
Und ich verließ mich auf mich selbst. Wenn es um Autum ging, machte ich niemals Fehler.
Denn ich würde ihn mitnehmen. Er würde niemals überleben, wenn er das Alter erreicht hatte, und ohne ihn konnte ich nicht überleben. Es war wie ein Deal.
„Jetzt Steh endlich auf!“
Ich sehe mich um, die anderen Betten der älteren sind längst leer oder nicht mehr da.
Seufzend springe ich auf und ziehe mir eine alte Jacke, die auf dem Boden liegt über das Nachthemd.
Autum hat braune Haare. Sein Gesicht sieht ein wenig abnormal aus, aber das hat mir noch nie etwas ausgemacht.
Seine grünen Augen sind zu weit voneinander entfernt, und er schielt oft. Meistens ist sein Gesicht zu einem unnatürlich breitem Grinsen verzehrt, aber ich weiß, das wenn er lächelt, dann lächelt er immer von Herzen.
Und er kann wegen allem möglichen Lächeln, einer Blume, wenn jemand ihn anlächelt oder weil er seiner Meinung nach äußerst leckere Erde isst.
Genauso gut hat er Zeiten, in denen es ihm Schlecht geht, er schreit und spuckt und mit denn Augen Rollt. Dann geht es mir auch schlecht.
Die alte Frau verschränkt ungeduldig die Arme vor der Brust, während ich Autum eine Jacke anziehe. Dann nehme ich ihn wieder auf denn Arm und folge der Frau auf denn kleinen Außenhof und auf denn Trampelpfad, denn ich in der Nacht gekommen war.
In denn grauen Betonbauten herrscht wie immer großes Gezeter, die Kleinkinder sollen aufstehen und sich anziehen.
Im Grunde genommen gibt es viel zu wenige Betreuerinnen, und die Kinder werden immer wieder sich selbst unterlassen.
Was es aber in Hillardis zu genüge gibt, dass sind Maschen Draht Zäune, Menschen mit Gewehren und Unterversorgung an dem ohnehin schlechten Essen.
Schon aus der Ferne ist die große Versammlung gut zu erkennen, und vorsichtig steige ich der Frau denn Berg hinab hinterher.
Ein kleiner Wald trennt das Völkschen von dem aus dieser Höhe gut erkennbaren Zaun.
Die jungen Menschen stehen dicht aneinander gedrängt.
Die Blicke, die uns scharf beobachten, während wir immer näher kommen, sind mir mehr als unangenehm, und ich senke denn Kopf etwas.
Die dicke Frau geht auf einen Mann mit schwarzer Uniform zu, und beginnt heftig mit ihm zu diskutieren. Immer wieder deutet er auf mich und auf Autum, der die Atmosphäre für ein weiteres Nickerchen nutzt.
In der Menge, die sich im Halbkreis um denn Militanten versammelt hat, wird feindseliges Tuscheln laut, und ich hebe herausfordernd denn Kopf. Solange ich Autum bei mir habe, kann mir niemand etwas, und ein paar Halbwüchsige würden ihn mir nicht wegnehmen.
Kurz denke ich an die gestrige Begegnung, und suche die Menge unbewusst nach Charlie ab, kann ihn aber nirgends erkennen.
„Wieso zur Hölle schleppst du ein Kleinkind mit dir herum? Auch wenn du eine Kranke bist, kann ich das nicht tolerieren.“
Die Stimme schallt über die kleine Wiese und die Kinder verstummen.
Ich sehe denn bulligen Mann, der die alte Frau zur Seite geschoben hat forschend an.
Er gibt sich seiner Position sehr sicher, aber ich merke auch, das er gestresst ist. Wahrscheinlich hat er genug von irgendwelchen pubertierenden Kindern und inkompetentem Betreuerinnen. Es würde mich nicht wundern, wenn er normalerweise um diese Uhrzeit noch schlafen oder höchstens aufstehen würde. Was auch immer er zu verkünden hatte, er kümmerte sich nicht darum, wie über lebenswichtig es vielleicht für die Jugendlichen werden wird.
„Wieso nicht? Sie können sich doch einfach vorstellen, das - Kleinkind wäre gar nicht da.“
Er macht ein paar Schritte auf mich zu und scheint langsam an die Grenzen seiner Geduld zu kommen.
„Es ist gegen die Vorschriften! Ich werde ganz sicher nicht so tun, als ob …. ES Nicht da wäre!“
Mit zitternden Finger zeigt er auf Autum, der bei dem Lärm aufgewacht ist und denn Mann nun mit großen – zu großen Augen ansieht.
Sein Gesicht scheint bei dem man erschrockenen Abscheu hervor zu rufen, und er dreht sich schnell weg.
„Wir sind beide Krank.“
Ich hasse es, wenn sie Autum so behandeln, aber ich weiß es auch zu meinem Vorteil zu nutzen.
„ In dem Vorschriften werden Kranken Kinder bestimmt irgendwelche Freiheiten zugesprochen, damit sich ihr zustand nicht abrupt verschlechtert.“
Er dreht sich von mir weg und winkt dann gestresst mit der Hand. Ich habe ihn richtig eingeschätzt, und ganz kurz durchströmt mich ein Triumph Gefühl, während ich mich betont neben die Jugendlichen aus der Baracke stelle, die mich wie alle anderen verstohlen beobachten.
„Ruhe Jetzt!“
Die Menge wendet sich wieder dem Mann zu, der unter der aufgehenden Sonne immer mehr in seinem schwarzen Anzug zu schwitzen scheint. Es ist Mitte des Sommers, und die Luft wird bald wieder aus gedörrt und schwer auf unseren Köpfen liegen.
„Wie ihr wisst, werdet ihr bald für einige Zeit in die Wildnis entsandt werden. Sicherlich habt ihr euch gefragt, was die Gründe dafür sind.“
Er schaut forschend in die Runde um dann kurz missbilligend mit seinem Blick auf Autum hängen zu bleiben, der ihn nun mit voller Kraft anstrahlt.
Schnell wendet er sich ab, und spricht etwas lauter weiter, als das Tuscheln von neuem beginnt.
„Die Gründe dafür sind einfach. In der Wildnis wird auf ganz natürliche Weise erkannt, welcher Nachwuchs am Besten ist. Die mit denn besten Genen werden überleben, und Teil unserer Gesellschaft werden. Die anderen.. nicht.“
Er stockt und lächelt die erschrockenen Jugendlichen freundlich an. Er scheint sich an der entstandenen Angst aufzugeilen.
„In der Wildnis wird nichts mehr verboten sein, sollte einer von euch also einige seiner Konkurrenten ausschalten wollen, wird er nicht aufgehalten werden. Die Wildnis erstreckt sich über ein Gebiet von etwa dreitausend Hektar. Aus der Wildnis entkommen könnt ihr nur an einer Stelle, und wenn ihr diese erreicht, dann geltet ihr als Überlebende. In einem Jahr wird das ganze Gebiet „gesäubert“ und die, die es nicht geschafft haben werden getötet werden, um Platz für eure Nachfolger zu machen.“
Der Mann hatte denn Kindern mit ein paar Worten alle Illusionen gestohlen.
Ein großer Junge, dessen eines Bein falsch gewachsen zu sein scheint, und der sich unter Mühen auf einem Stock hierher geschleppt hatte, beginnt ballt wütend die Fäuste.
Denn meisten Barackenkindern ist in diesem Moment klar geworden, das sie nicht diejenigen sind, denen es bestimmt war, diese Welt zu bevölkern. Ein paar, die mit psychischen Krankheiten oder leichten Behinderungen noch eine Chance hatten, beginnen mit großem Eifer nach Möglichkeiten zu suchen, wie sie es schaffen könnten.
Die normalen Kinder sind genauso aufgeregt, nur das jeder einzelne von ihnen sich Chancen ausrechnen darf. In manchen Gesichtern ist eine erschreckende Mordlust zu erkennen, von dem Moment an, in dem es eine Möglichkeit wurde.
Und ich hatte Recht gehabt, Autum würde allein keine Chance haben. Er würde wahrscheinlich nicht ein mal verstehen, worum es ging, wenn sie ihn in die Wildnis setzen würden, und dem ersten Verrückten unter das Messer laufen.
Der Mann scheint noch ein paar Worte zu sagen zu haben und wendet sich an die Aufgebrachten Jugendlichen.
„Ihr werdet in genau einem Monat ausgesetzt werden. Bis dahin sehen wir uns jede Woche einmal wieder, um euch auf Stand zu halten. Bis dann.“
Er dreht sich um und geht, sich mit einem Taschentuch die Stirn abtupfend eiligst wieder denn Berg hinauf.
Einige Betreuerinnen geben die Anweisung, noch auf dem platt getrampelten Feld zu bleiben, bis das Mittagessen geliefert sein würde.
Vorsichtig lasse ich mich mit Autum auf dem Schoß nieder, während um mich herum das Gerede laut wird. Offensichtlich sollen die Jugendlichen jetzt ihre Hoffnungen und Pläne austauschen, oder sich absprechen, aber ich bin nicht bereit mitzumachen. Der Junge mit denn hellblonden Haaren humpelt davon, und ich bin relatiy allein.
Wie sollte ich Autum mitnehmen können?
Ich würde noch bis zu dem nächsten Gespräch warten, vielleicht würde der Mann verraten, wie sie in die Wildnis geschafft werden würden.
„Hey!“
„Ey!“
antwortet Autum aufgeregt, und ich hebe denn Kopf.
Der Junge von gestern, denn ich schon ganz vergessen hatte, hat sich über mich gebeugt und lächelt breit. Im Hintergrund kann ich seine tuschelnden Freunde sehen.
Ich starre ihn nur an. Was will er von mir?
Nachdem ich nicht reagiere setzt er sich vor mich.
„Du bist doch das Mädchen von gestern.“
Er grinst schon wieder.
„Der Engel.“
„Was willst du von mir?“
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BeitragThema: Re: NOCA   Fr Okt 05, 2012 2:56 pm

Überrumpelt sieht er mich an. Dann hat er sein grinsen wieder gefunden.
„Nur ein bisschen Reden.“
„Über was?“
Meine Feindseligkeit ist so offensichtlich, das er mit seiner Dauer - guten Laune kurz ins Stocken kommt und mich verwundert mustert.
„Wieso hast du denn Jungen dabei? Ich finde nicht, das du krank bist. Du kommst aber aus denn Baracken, oder?“
„Ja.“
Er wartet ob ich noch mehr sage, aber ich finde, wenn er schon so viele Fragen stellt, muss ich nicht auf alle antworten.
„Also, du bist aber nicht krank?“
„Doch.“
Er seufzt und lacht dann.
„Und wo bist du krank? Du siehst gesund aus.“
„Ich bin psychisch krank.“
Er schürzt die Lippen, scheint aber zu wissen, was ich damit meine.
„ Und damit du so tun kannst, als ob du gesund wärst, muss der Junge dabei sein.“
„Ja.“
„Und was wäre, wenn er jetzt nicht da wäre? Würdest du dann anfangen zu krabbeln?“
Ich finde es nicht witzig, das er Witze über die Barackenkinder macht.
„Nein.“
„Sondern was?“
Anscheinend ist ihm das sogar aufgefallen, denn er setzt eine etwas ernsthaftere Miene auf. Was will er wirklich von mir? Will er sich über uns lustig machen? Ich werde ihm denn Weg aufs Dach niemals zeigen.
„Ich würde nicht mit dir sprechen. Ich bin dann nicht zu zwischenmenschlichen Beziehungen fähig.“
Das hat der Arzt gesagt, der hinzugezogen wurde, nachdem ich mit vier zwar sprechen konnte, aber nur mit ein paar Steinen sprach. Ich hatte sie Monika und Peter genannt.
„Aha. Und wieso?“
„Vielleicht weil ich Menschen wie dich nicht leiden kann.“
Er hebt die Augenbrauen und sieht mich nachdenklich an. Dann grinst er wieder.
„Ich mag dich. Ich hab dich schon früher gesehen, aber dann verstehe ich wenigstens endlich, warum du mich nie bemerkt hast.“
Er mochte mich – was sollte das denn bitte heißen?
„Und was willst du jetzt von mir?“
Seine dunkel blonden Haare waren nicht ganz so lockig, wie ich gedacht hatte, sie kringelten sich nur an denn Spitzen. In der nun regelrecht vom Himmel brennenden Sonne scheint sein gesamtes Gesicht zu leuchten. Ich verstehe wirklich nicht, was er von mir will, und auch seine Freunde, die sich in unserer Nähe niedergelassen haben, werfen immer wieder besorgte Blicke zu uns.
Er seufzt wieder und scheint relativ verwirrt zu sein. Theoretisch müsste ich mich freuen, das einer der Jugendlichen, die wohl am meisten Chancen haben würden, sich für mich interessiert. Als „kranke“ würde ich jeden Freund brauchen, denn ich finden konnte.
Aber allein, in seiner Nähe zu sein machte mich nervös, und ich musste mit mir kämpfen, überhaupt mit ihm zu sprechen.
Immer wieder fahre ich nervös über Autums Arm.
„Ich unterhalte mich nur ein bisschen mit dir.“
Er lächelt und macht keine Anstalten, zu verschwinden.
Dann streckt er eine Hand nach Autum aus, und ich packe sie panisch.
Überrascht sieht er mir direkt in die Augen, und ich lasse seine Hand schnell wieder los.
Seine Augen sind blau. So tiefblau wie die Wellen eines weiten Sees.
Er starrt mich damit an, und sein Mund öffnet sich leicht. Mir ist er viel zu nah, und ich bin wütend über meine Ungelenkigkeit.
Plötzlich streckt Autum die Hand aus, und berührt Charlies. Damit ist die Anspannung gebrochen und Charlie lächelt genauso überrascht wie ich.
„Noca.“
Autum dreht denn Kopf und lächelt mich breit an.
Dann wendet er sich wieder Charlie zu und streckt wieder die Hand aus.
Vorsichtig nimmt dieser die kleine Hand in seine.
„Arlie.“
Jetzt lächle ich. Er hat sich denn Namen die ganze Zeit gemerkt, er ist ein schlaues Kind, egal, was irgendjemand sagt.
Und wenn er Charlie mag, dann würde ich ihn auch ein wenig mehr mögen.
Ich hebe denn Kopf und sehe direkt in die blauen Augen, die mich vorhin so erschreckt und verärgert haben.
Fasziniert starrt er mich an.
„Wow, du kannst ja lächeln!“
Sofort setzte ich wieder eine gleichgültige Miene auf, und er lacht.
„Also, du heißt Noca, oder wie?“
„Ja.“
„Und wie heißt er?“
„Autum.“
Er lächelt immer breiter.
„Hallo Autum.“
Autum beachtet ihn schon nicht weiter und beginnt an meiner Jacke zu zerren.
Ich muss ein schrecklicher Anblick sein, mit meinen verknoteten dunkelbraunen Haaren und denn dreckigen alten Kleidung, die aus nicht mehr als ein wenig Unterwäsche, einem kurzen Nachthemd und einer zerrissenen Jacke bestand. Aber ich habe mir noch nie Gedanken über mein Aussehen gemacht, also ist es mir eine Sekunde später auch schon wieder egal.
Charlie hingegen sieht gepflegt aus. Der Pullover und die Hose, die er trägt, ist zwar in dem selben eintönigen grau wie die Betonbauten, aber sie sind sauber.
Seine Haare sind nicht sonderlich gekämmt, das machte aber nichts, da sie ihm verstrubelt nur bis zum Halsansatz reichten.
Die braun gebrannte Haut ist genauso sauber wie die Klamotten; zwar musste sich jeder einmal die Woche waschen, aber die Kinder und Jugendliche in denn Bauten haben Duschen dort, die sie benutzen dürfen, wann sie wollen.
Wieder ein Beweis, das niemand wirklich damit rechnet, ein Baracken Kind könnte überleben.
Je ungepflegter man war, desto schneller konnten sich Krankheiten und Infektionen übertragen. Hustete in der Baracke einer, husteten bald alle.
„Hey Charlie!“ ein Mädchen mit kurzen rötlichen Haaren, das uns von der Gruppe in der Nähe aus am offensten beobachtet hatte, ist aufgestanden und läuft zögerlich auf uns zu, um neben Charlie stehen zu bleiben, und mich eingehend und abschätzend zu Mustern.
„Was machst du da die ganze Zeit?“
Charlie hebt denn Kopf und sieht das Mädchen mit gegen die Sonne zusammengekniffenen Augen an.
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BeitragThema: Re: NOCA   So Okt 21, 2012 12:55 am

Yay, neue Geschichte! Geister geht aber auch weiter, oder? Surprised

Das Thema erinnert mich an Die Tribute von Panem ;D Hab ich allerdings nie gelesen. Hast du deine Inspiration daher?

Autum und Noca mag ich jetzt schon. Die sind echt süß. :3

Oha, fieser Cliffhanger! Surprised Manno, warum sind immer die Rothaarigen die Bösen? Very Happy na ja, passt auch irgendwie... ^^
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BeitragThema: Re: NOCA   So Okt 21, 2012 7:42 pm

also ich hab gestern den letzten teil von panem gelesen und finde wie faules-kätzchen dass deine geschichte ähnlichkeiten aufweist.
freu mich wenn du bald weiterschreibst mir gefällt es richtig gut!
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BeitragThema: Re: NOCA   So Okt 28, 2012 12:42 pm

Hey, ihr habt beide Recht (: Ich hab Panem gelesen, und fand die Bücher klasse (denn Film nicht ~ andere Geschichte >->) und die Motivierung für die Geschichte kommt sicher auch teils daher ^___^ Ihr werdet mit der Zeit aber feststellen, das es in eine andere Richtung treibt bzw. es sind mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten, ist ja eine ganz andere Geschichte...Hoffe, es gefällt euch weiterhin :3 und ich hab schon einiges weitergeschrieben Very Happy

„Ach, hallo Anna. Ich rede nur ein bisschen mit Noca, das sieht man doch.“
Anna beugt sich nun zu ihm herunter und flüstert laut genug, das ich es hören kann: „Mit einer Geisteskranken? Was wenn sie aus tickt oder so?“
Charlie flüstert nicht.
„Wieso sollte sie aus ticken? Ich finde sie ist ganz normal. Sie ist nett.“
Anna seufzt und verdreht die Augen.
„Hast du gerade nicht zugehört? Wenn du so weitermachst, wirst du noch sterben, das ist dir schon klar, oder? Sie hat doch kaum Chancen, und dann hat sie heute morgen auch noch dieses...komische Kind an geschleppt. Schau es dir doch mal an! Das sieht doch krank aus! Ich verstehe nicht, wieso sie solche Kinder nicht gleich töten, bevor sie das so sehr merken! Schau dir die Barackenkinder an, die werden niemals einen Platz in der Gesellschaft finden, hässlich und krank!“
Ich springe auf. Autum hat alles hören können, wie sich jemand seinen Tod gewünscht hat. Er würde niemals verstehen wieso, aber er versteht, worum es ging.
„Wenn du dich schon über uns auslassen willst, dann tu das doch bitte wo, wo ich dich nicht hören muss! Du hältst dich für etwas besseres, nur weil du vielleicht überleben wirst! Dafür hast du ein verdorbenes Denken! Du bist diejenige, die man geisteskrank nennen sollte!
Nur weil jemand anders aussieht, und nicht alles kann, was du kannst, soll er nicht leben dürfen? Du bist doch Krank!“
Autum zappelt in meinen Armen und ich werde von allen Seiten angestarrt. Immerhin habe ich es gebrüllt, etwas, das schon die ganze Zeit unausgesprochen in der Luft liegt.
Ich spüre, wie die Wut immer noch in mir kocht, und gehe mit großen Schritten durch die Gruppen, die um mich herum auf dem Boden sitzen.
„Noca, Warte!“
Charlie ruft mir hinterher und beginnt dann heftig mit Anna zu diskutieren, die anscheinend nichts bereut und schwer empört über meine Reaktion ist.
„Ich soll krank sein? Wie kann sie es wagen! Sie wird sterben! Die werden alle sterben, die stinkenden, kranken Barackenkinder! Ihr werdet alle sterben!“
„Schrei nicht so rum! Ich habe doch nur mit ihr geredet! Du brauchst so etwas wirklich nicht rum zu brüllen! Kein Wunder, das sie so reagiert!“
Dann höre ich, wie er mir hinterher läuft.
Unbeirrt beginne ich denn Berg hoch zu steigen, als er mich am Arm packt.
Ich drehe mich um und sehe nach oben in sein schönes Gesicht, und die Wut kocht wieder in mir.
Wütend entreiße ich ihm meinen Arm und er sieht mich mit seinen unter der Sonne dunklen Augen überrascht an, um dann entschuldigend zu gestikulieren.
„Sie hat das nicht so gemeint. Noca, Ich -“
„Las mich bloß zufrieden! Ich lasse mich doch nicht von dir und deinen Freunden verarschen!“
Jetzt sieht er verletzt um dann eben falls zornig denn Mund zu öffnen, als plötzlich der humpelnde, große Junge aus der starrenden Menge auf uns zukommt, vorsichtig gefolgt von denn anderen Barackenkindern, die laufen können.
„Wir sollen hier warten -“ kommt es zögerlich aus der Menge, die anscheinend äußerst überrumpelt ist.
Der Junge mit der Krücke, der noch vor Kurzem wütend neben uns stand bleibt wankend zwischen mir und Charlie stehen und streckt mir die Hand hin.
„Du hast Recht. Es macht überhaupt keinen Sinn für uns, hier zu bleiben und uns bei diesen Ekel haften Menschen ein zu schleimen! Wenn ich schon sterben soll, dann will ich wenigstens wissen, das ich mich niemals vor solchen Menschen“
Er nickt mit dem Kopf an dem etwas ungläubigen und verlorenen Charlie vorbei zu denn gesunden Kindern, die am Anfang des Hanges stehen und gebannt das geschehen beobachten.
„verkrochen habe! Ich stimme dir zu, Wir sind zwar krank aber wenigstens nicht im Kopf“
Er ruft denn Rest in die Menge, die sich um uns versammelt hat, und deutet auf die Jugendlichen, die noch am Rande des Berges stehen. Seine Meinung findet großen Anklang.
Dann streckt er mir wieder die Hand hin und lächelt freundlich.
„Komm, wir gehen. Ich ertrage das nicht mehr!“
Ich sehe etwas zögerlich zu Charlie, der total überrumpelt neben dem Jungen steht, und packe dann entschlossen dessen Hand.
Wir schleppen uns gemeinsam denn Berg hoch, gefolgt von denn etwa 50 Baracken Jugendlichen, die sich nun gegenseitig helfen und so selbst die Kinder die in denn mobilen Betten liegen mit sich denn Berg hochziehen.
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BeitragThema: Re: NOCA   Do Nov 08, 2012 12:00 pm

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BeitragThema: Re: NOCA   Do Nov 08, 2012 5:21 pm

...
Jetzt ;D

Weil ich nicht mehr so oft ins Internet komme, hab ich hier gleich ein bisschen mehr :3 Viel Spaß!

„Ich bin Babista“
Der Junge lächelt entschlossen in die Runde, die sich unschlüssig an der Kuppe des Hügels eingefangen hat und sieht dann mich wieder mit seinen strahlenden hell blauen Augen an. So blau, wie der Himmel.
„Und ich glaube, das war gerade der schönste Augenblick in meinem Leben.“
Einer der Umstehenden, dessen eine Gesichtshälfte gelähmt zur Seite hängt, grinst mit der anderen breit.
„Für mich auch! Habt ihr die Gesichter gesehen? Habt ihr Gesehen, wie Charlie geschaut hat als Noca ihn ab serviert hat? Oder diese Tusse, die sie so angebrüllt hat?“
Seine Worte finden Anklang in der Gruppe, es entsteht großes Gelächter, und ich kriege immer mehr anerkennende Blicke ab.
Ich bin mir noch nicht einmal sicher, woher der Junge meinen Namen kennt.
Langsam lassen sich die Jugendlichen nieder oder setzen sich auf die Ränder der denn Berg hoch gezogenen Betten und ein lustiges und entspanntes Gespräch entsteht.
Gleichzeitig spüren alle die Anspannung, die nicht weichen will.
Egal, ob die anderen Jugendlichen noch so oft daran erinnert werden, das sie es bei denn Barackenkindern auch mit Menschen zu tun haben, das ändert im Grunde nichts daran, das diese Kinder überleben werden – und die anderen nicht. Jedenfalls in der Regel.
„Seien wir realistisch: Das ändert alle nichts daran, das das überleben der meisten von uns nicht vorgesehen ist.“
Babista spricht aus, was mir schon die ganze Zeit durch denn Kopf geht und die Jugendlichen verstummen nach und nach, um uns beide in denn Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Anscheinend erwarten sie eine Ansprache von uns. Was für eine? Eine Trauerrede?
„Ich denke, wir können alle Chancen haben.“
Alle starren mich an, und ich verdamme mich selbst für diesen Satz. Autum zerrt wieder an meiner Jacke, und ich setzte ihn auf denn Boden wo er sofort auf seinen kurzen Beinen davon dackelt.
„Wenn wir zusammen helfen würden...wenn wir für ein paar Behinderungen Sachen finden würden, die uns helfen könnten. Ich glaube, denn Weg von dreitausend Hektar könnten wir zurücklegen, wenn wir uns gegenseitig helfen würden – Ich weiß nur nicht, was in dieser Wildnis noch alles auf uns wartet, mal abgesehen von der Strecke...und wie wir uns versorgen sollten, und ob die Menschen, Die Gesellschaft, die uns da erwartet uns aufnehmen würde. Immerhin wollen sie die besten Gene, und ob man die davon überzeugen kann, das Gene nichts mit dem Menschen zu tun haben, nachdem sie ihre Kinder als Babys weggegeben haben, weiß ich nicht.“
Autum hat sich einige Meter von mir entfernt niedergelassen und brabbelt vor sich hin.
Die Jugendlichen hatten gebannt gelauscht und nach dem Ende meiner kurzen Rede waren sie in absolute Stille verfallen.
Niemand wagt es, die Euphorie, die ich auf jedem ihrer Gesichter sehen kann, aus zusprechen und zu etwas greifbaren zu machen.
Ich bin unglücklich.
Hoffnung. Das war etwas sehr, sehr gefährliches.

Kurz nach meiner Rede entsteht große Geschäftigkeit.
In einer unerwartbaren Lautstärke diskutieren die Barackenkinder, was zu tun sei, um das Jahr zu überleben.
Alleine hatten die meisten keine Chance, aber zusammen?
Ein Mädchen, dessen Knochen an manchen Stellen falsch zusammengewachsen zu sein scheinen, steht plötzlich wankend auf, und verlangt nach Aufmerksamkeit.
„Bestimmt würden es noch viel mehr schaffen, wenn wir ein paar gesunde Kinder, oder so viele wie möglich dazu bringen könnten, mit zu machen!'“
„Niemals!“
Sie scheint über die Zwischenrufe nicht sonderlich glücklich zu sein, und winkt etwas ungelenk mit der Hand.
„Ihr habt doch N-Noca gesehen! So kann man das doch auch machen!“
Ich setzte mich auf.
„Was denn machen?“
Sie dreht sich zu mir und lächelt verschwörerisch. Babista, der neben mir sitzt lächelt eben falls, allerdings eher ironisch, und verschränkt dann die Arme vor der Brust.
„Na, ist doch klar. Charlie hat sich in dich verguckt.“
„Was?“ stottere ich etwa verloren, aber ich werde auch schon nicht mehr beachtet und die Diskussion geht freudig weiter.
„Tja, aber schau uns an. Noca sieht einfach gut aus. Sie ist nicht krank, nur ein bisschen dreckig. Drunter sieht sie wahrscheinlich besser aus, als alle anderen Mädchen, auch bei denn Gesunden. Sie fällt denn Jungen auf, Krüppel wie wir nicht, und bei denn Jungen ist es das selbe. Außerdem sieht sie aus, wie eine wilde, selbstständige Rebellin, als ob sie etwas bewegen könnte, wir können noch nicht mal unser Beine bewegen.“
Zur Verdeutlichung hebt das Mädchen, das auf einem der herbeigezogenen Betten lag ihren Unterkörper nach oben.
Sie scheint gelähmt zu sein, und hätte unter allen wohl noch am wenigsten Chancen zu überleben.
Ich bewundere sie dafür, trotzdem absolut kritisch allen Ideen gegenüber zu sein, die in irgendeiner Weise ihr Leben etwas verlängern könnten, dann komme ich darauf, was sie gesagt hat.
„Hey, Hey, Hey. Ihr wisst alle, das ich überhaupt nicht normal bin. Außerdem, ich falle sicher keinem Jungen auf! Der eine hatte einen anderen Grund, mit mir zu reden, ich..“
Das Mädchen auf dem Bett lacht gutmütig, wobei ihr hell braunes Haar durch die Luft fliegt.
„Noca, wenn hier irgendjemanden irgendwas nicht auffällt, dann dir selbst. Wenn er einen anderen Grund hatte, dann war wohl der andere Grund der Vorwand. Und wenn Charlie, Charlie ! sich für jemanden interessiert, dann ist das eh schon ein Wunder, aber bei dir scheint ja wirklich jeder auf zu tauen!“
Von denn Mädchen und Jungen kommt zustimmendes Gemurmel und Gelächter, und das ganze ist mir schon richtig unangenehm.
Denn, um ehrlich zu sein, war mir davon wirklich nichts aufgefallen. Ich erinnere mich daran, was Charlie gesagt hat. Aber dann verstehe ich endlich, das du mich nie bemerkt hast?
Was mir vorher noch wie ein großes Geheimnis vor kam, ist nun völlig klar, und irgendwie bin ich enttäuscht.
Vielleicht hatte ich wirklich kurz geglaubt, das er sich für die Ungerechtigkeit interessiert, die mit der Wildnis einhergeht, also für das Schicksal, das Autum erwarten würde, und irgendwie auch dagegen ist.
Denn Gesichtern und Gerede der anderen Mädchen nach, sollte ich mich aber darüber freuen, das er sich für mein Aussehen interessiert. Das tue ich aber nicht, und die anderen Menschen werden mir langsam zu viel.
Wie gestochen springe ich plötzlich auf, und nehme denn quengelnden Autum wieder auf denn Arm.
„Ich...Ich geh..Jetzt!“
Ich spüre, wie es mir immer schwerer fällt unter denn scharfen Blicken zu sprechen, also drehe ich mich abrupt um und stapfe davon.
Da ich denn Kopf nur zu Boden senke, merke ich auch nicht, wo ich hin gehe, bis ich direkt in eine dürre Betreuerin hinein renne.
„Was soll das hier?“
Sie deutet aufgebracht auf die Gruppe, die das Schauspiel gespannt beobachtet, denn hinter der Frau tauchen langsam die anderen Jugendlichen auf, und der kleine Platz vor den Betonbauten und vor dem Abhang ist schnell gefüllt. Alle Blicke sind auf mich gerichtet, wie schon viel zu oft an dem Tag.
„I-Ich..“
Stottere ich, denn eigentlich bin ich im Moment nicht fähig, mich normal zu unterhalten, oder Leute an zu brüllen.
Dann höre ich, wie jemand sich äußerst laut darüber beschwert, das die betten im Weg umgehen, um dann gegen das mit dem Mädchen zu treten. Jetzt ist meine Angst wieder weg. Alles vor Autums Augen. So etwas sollte er nicht sehen müssen
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BeitragThema: Re: NOCA   Do Nov 08, 2012 7:45 pm

Ich hab mich schon gewundert, dass die anderen die Truppe einfach so abhauen lassen. Das wird noch Ärger geben...
Bin schon gespannt, wie du das Ganze weiterentwickelst. Smile Und auf welche Weise sich Noca und Charlie doch noch zusammentun werden (denn dass sie es irgendwann tun, steht außer Frage Wink).
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BeitragThema: Re: NOCA   Do Nov 08, 2012 8:46 pm

das lässt sich viel schneller lesen als du schreibst Wink
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BeitragThema: Re: NOCA   Sa Nov 10, 2012 4:14 pm

XD Geht schon wieder weiter - und an Kätchen, das das so außer Frage steht, da wäre ich mir mal nicht so sicher...Naja, sie werden noch weiter mit einander zu tun haben werden, aber ich denke, das es nicht ganz so sein wird, wie man jetzt noch glauben könnte - hmm....

„Was glauben sie denn, was das hier soll? Wir reden, ist das verboten?“
Die Frau spürt sofort, das ich sie mit meinen Worten vor allen angreife, und gibt mir schnell eine schallende Ohrfeige. Das macht mich allerdings nur noch rasender, und die Umstehenden verstummen.
„Versuch nicht, mich wütend zu machen! Ihr solltet da unten bleiben, und niemand hat gesagt, das ihr...solche...Gruppen bildet!“
Sie deutet angeekelt auf die Barackenkinder.
„Was gibt es da zu versuchen? Ist jemand nicht wütend, wenn er jemanden eine Ohrfeige gibt? Wieso sollten wir da unten Bleiben? Das hat niemand gesagt, genauso wenig, wie das man die mit Hirn und Herz nicht von denen trennen darf, die nur ein paar Muskeln und Knochen mehr oder weniger haben! Im Gegenteil, genau das ist es doch, was uns die ganze Zeit beigebracht wird, nicht wahr? Wenn wir solche Gruppen nicht bilden sollten, dann sollten wir vielleicht bei denn anderen Kindern wohnen, das gleiche Essen bekommen, und es sollte klar sein, welche die mit Hirn sind! Sie zum Beispiel nicht, und deswegen sollten sie das wohl kaum entscheiden dürfen.“
Während ich überlegen und viel zu freundlich lächle, kocht die Angst in mir hoch.
Ich habe die Frau vor allen anderen beleidigt, und ihre Ideale in Frage gestellt, nein, auf denn Kopf gestellt.
Sie atmet schnell und ihre Augen huschen panisch hin und her, als würde sie nach einem Ausweg suchen, um das gesagte rückgängig zu machen, denn sie hat keine Ahnung, wie sie auf eine direkte Beleidigung und Anschuldigung reagieren soll.
Dann packt sie mich an meinem Mantel, und obwohl sie sehr schmal ist, ist sie auch sehr groß, wahrscheinlich sogar größer als die meisten Männer.
Immer mehr Angst überkommt mich, und ich lasse Autum möglichst unauffällig immer weiter nach unten rutschen, um ihn los zu lassen und zu hoffen, das er davon laufen würde, zu einem der anderen Barackenkinder.
Gleichzeitig habe ich auch Angst um mein eigenes Leben. Die Frau scheint irre zu sein, und ich weiß nicht, wie viel ihr daran liegen wird ein Exempel zu stationieren.
Autum schlüpft zwischen unseren Beiden Beinen durch, und läuft dann zu meinem Entsetzen auf die Gesunden zu. Während ich aus denn Augenwinkeln versuche, zu erkennen, wo er hin läuft, zerrt die Frau immer mehr an, und schüttelt mich dann so heftig, das mein Kopf fast unkontrolliert hin und her fliegt und mein Nacken schmerzt. Dann beginnt sie laut und deutlich zu brüllen.
„WAGE ES NIE WIEDER MICH ZU beleidigen, oder ich bringe dich um! Ich BRINGE dich um! Du Kleine Mitstück, du ungesundes, hässliches Ding, wage es nicht, dich gegen irgendjemanden auf zu lehnen, du wirst sterben, ehe du dich versiehst!“
Sie packt mich jetzt mit der einen Hand an denn Haaren und zieht mit aller kraft, während sie mir mit der anderen immer wieder ins Gesicht schlägt.
Ich schreie vor Schmerz auf, und beginne wild zu strampeln, aber um mich herum sind nur leere, versteinerte Gesichter. Niemand wagt es sich zu rühren.
Nur Babista wehrt sich gegen zwei andere Jungen, die ihn vorsorglich am Kragen gepackt haben.
Das Gesicht der Frau ist gepackt von ekelhafter Leidenschaft, und sie labt sich an meinem Schmerz.
Plötzlich lässt sie mich kurz los, und ich wanke zurück, als sich ihre kalten Hände um meinen Hals schließen.
Ich sehe direkt in ihre Augen, das milchige weiß, das wie Butter aus dem Rand des Auges zu quellen scheint, und die dunkle Pupille, die darin schwimmt, als die Frau plötzlich von der Seite weg gerammt wird und ihre Hände sich von mir lösen.

*sight* hätte ich euch vorwarnen sollen? Müsst ihr sagen, wenn ihr da gewarnt sein wollt - Arghg, die letzten beiden Sätze...Naja, ich mag Butter immernoch, also gehts wohl... >-<
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BeitragThema: Re: NOCA   Sa Nov 10, 2012 8:39 pm

Woah, jetzt geht's aber los! Shocked
Los, Noca, mach die Bitch fertig!! bounce
Jetzt bin ich gespannt, wer ihr wohl zur Hilfe eilt. Vielleicht Charlie? Wink
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BeitragThema: Re: NOCA   So Nov 11, 2012 6:44 pm

Ach was, der doch nicht! Wie kommst du denn auf so was Suspect

Getroffen stolpert sie zur Seiten und starrt dann genauso ungläubig wie ich Charlie an.
Autum sitzt nur ein paar Meter entfernt, und ich glaube zu wissen, das Charlie ihn noch vor ein paar Sekunden auf dem Arm hatte. Er ist so ein schlaues Kind.
„Sorry.“
Er lächelt die Irre freundlich und entschuldigend an, wobei sein Gesicht rot vor Anspannung und Zorn ist.
„Ich bin hier so durch gestolpert, weil ich etwas sehen wollte, und dann bin ich einfach hier rein gerannt, wie peinlich.“
Die Frau scheint sich nicht sicher zu sein, ob sie seine Entschuldigung annehmen soll, weil sie einerseits weiß, das was er sagt, nicht ganz der Wahrheit entsprechen kann, aber sich andererseits geschmeichelt von dem höflichen und gut aussehenden Jungen fühlt. Also legt Charlie nochmal drauf.
„Ich habe doch Recht, oder?“
Da er sich an alle gewendet hat, und da es der Charlie ist, der Charlie, von dem ich bis vor kurzem noch überhaupt nichts wusste, geht sofort ein Sturm von Zustimmens rufen und Beteuerungen los.
Jeder weiß, das Charlie ganz sicher nicht zufällig in die Frau rein gelaufen ist, und ich stelle mir die Spekulationen vor, die wohl schon bald beginnen werden.
„Ja, das ist wirklich nicht sonderlich hilfreich, das du mich weg gestoßen hast, dieses Mädchen hat ihre Strafe sehr wohl verdient.“
Die Frau scheint langsam zu merken, das sie voll kommen über reagiert hat, und beginnt sich abwehrend zu rechtfertigen, vor diesem schönen freundlichen Mann.
„Das verstehe ich.“
Charlie nickt verständnisvoll und wirkt sehr erwachsen.
„Aber sie hat ihre Lektion gelernt, denke ich.“
Die Frau nickt, und fährt sich etwas durcheinander durch die stränigen Haare.
„Ja, gut, dann geht jetzt alle zum Essen!“
Sie läuft eilig auf denn Trampelpfad zu, und die anderen folgen ihr zögerlich, aber ich kann nur an eines denken.
Ich drehe mich um, um mich vor Autum hinzu knien, der auf dem Boden sitzt.
„Na, mein kleiner.“
Ich lächle und sehe in sein verständnisloses Gesicht.
„Das gerade war gar nicht so schlimm. Die Frau ist nur sehr böse, weißt du. Sie tut gerne Anderen Weh, aber mir ist ja nichts passiert.“
Autum beginnt mit dem Gras in seinen Händen zu spielen, und tut so, als würde er mich nicht hören können.
Der Platz hat sich schnell gelehrt, und ich bleibe noch ein wenig sitzen, um zu warten, bis alle gegangen sind.
Dann nehme ich Autum, der nun teilnahmslos am Daumen lutscht, in denn Arm, stehe auf, und drehe mich um. Charlie ist noch da und beobachtet mich mit vor der Brust verschränkten Armen.
„Dir ist schon klar, das das sehr dumm war.“
Ich sehe in seine besorgten und wütenden Augen.
„Diese Frau hätte dich umgebracht.“
„Ich weiß.“
Meine Ungerührtheit scheint ihn noch mehr zu ärgern.
„Wieso hast du sie dann...“
„Wieso nicht? Es war zwar dumm, aber die Wahrheit. Ich hab genug davon, so zu tun, als ob das Gerecht wäre, was hier passiert.“
„Du meinst das also ernst.“
Überrascht hebe ich denn Kopf. Er scheint wirklich kein bisschen an irgendetwas interessiert zu sein.
„Findest du es gerecht?“
Jetzt kommt er etwas ins Zögern und streicht sich die dunkel blonden locken aus dem Gesicht.
„Nicht...Gut..Aber es hat immerhin eine gute Begründung, oder? Immerhin stimmt es, das es der Gesellschaft besser geht, wenn die gesündesten überleben und -“
Ich sehe ihn Ungläubig an, um dann richtig wütend zu werden.
„Du bist also DAFÜR, das Autum sterben wird? Das ich sterben werde?“
„Nein, nicht Autum...und nicht Du! , Aber -“
„Aber Babista? Oder das Mädchen auf dem Bett? Sind die es nicht wert zu leben? Ist die Welt wirklich so viel besser ohne sie?“
„Jetzt bleib doch mal logisch. Gesunde Menschen sind auch tolle Menschen, und was sollen die Kranken denn machen in ihrem Leben, sie würden eh kein so ein schönes Leben haben, wenn -“
„Ach so, und du unglaublich perfekter Mensch wirst ein wunderschönes Leben haben, nicht wahr? Wirst eine Frau mit perfekten Genen haben, und glücklich sein? Wirklich? Aber Autum ist einen Versuch nicht wert, weil er nie so perfekt sein wird, wie du und deine Freunde?“
Mit offenem Mund starrt er mich an.
„N – Ich will einfach nur nicht, das du dich in so eine Gefahr gerätst, du kannst im Moment nichts daran ändern, und ich will nicht, das du -“
„Achja, und wieso?“
„Weil ich dich mag. Weil ich dich einfach mag.“
„Du kennst mich überhaupt nicht.“
„Ich kenne dich nicht. Darf ich dich deswegen nicht mögen?“
Er scheint sich richtig zu ärgern.
„Ich weiß nicht. Naja, es ist mir auch relativ egal. Ich hab wirklich besseres zu tun, als mich mit so was zu beschäftigen.“
Er starrt mich etwas vor denn Kopf gestoßen an.
„Immerhin sollen wir in einem Monat in die Wildnis verfrachtet werden.“
„Versuchst du vielleicht, Autum mit zu nehmen?“

XD Ich bin wohl so leicht zu durch schauen wie Noca, was ne Miesere D: Freu mich, das mein Zeug gelesen wird wollte ich nochmal sagen ;3 und meine Zeichnungen anschaut und meine Ironie erträgt *ehehehe*
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BeitragThema: Re: NOCA   So Nov 11, 2012 7:27 pm

Wie du deine Dialoge schreibst finde ich toll, die sind so voller dynamik *daumen hoch*
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BeitragThema: Re: NOCA   So Nov 11, 2012 10:02 pm

Heh, wusste ich's doch! Very Happy Na, wenn Charlie da nicht eingegriffen hätte, wäre auch irgendwas verkehrt gewesen Wink
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BeitragThema: Re: NOCA   Mo Nov 12, 2012 7:10 pm

>-< Pff...Da wird noch ganz viel passieren, was du dir jetzt noch nichtmal erträumen könntest *schmoll*
„Versuchst du vielleicht, Autum mit zu nehmen?“
Entsetzt weiche ich ein Stück zurück. Wie hat er das heraus gefunden? Bin ich so einfach zu durchschauen?
„ Also stimmt es.“
Charlie macht einen Schritt auf mich zu und zieht die Augenbrauen besorgt zusammen.
Das Gras auf dem kleinen Vorplatz vor denn langen Reihen an grauen Häusern flimmert unter der nun an ihrem höchsten Punkt angelangten Sonne vor sich hin, und eine unheimliche Stille breitet sich zwischen uns aus.
Ich antworte nicht und er spricht weiter.
„Das kannst du nicht machen.“
Ich schweige immer noch.
„Wenn sie dich erwischen, dann werden sie Autum sofort zurück bringen oder schlimmeres– und sie werden dich erwischen, gerade bei dem Theater, das du die ganze Zeit machst. Du musst ihnen vorkommen wie ein Anstifter, oder der Anführer.“
„Der Anführer von was?“
„Von...von diesen...das ihr....“
Er scheint sich nicht ganz sicher zu sein und kickt ärgerlich nach ein paar Steinen.
„Auf jeden Fall werden sie sich bedroht durch dich fühlen. Was du dir gerade geleistet hast -“
„Was ich mir geleistet hab?“
Ich balle zornig die Fäuste, die ich um Autums Körper geschlungen habe, und er fängt an zu quengeln, sieht in mein Gesicht und verstummt. Auch Charlie merkt, das ich nun wirklich aufgewühlt bin.
„Was ICH mir geleistet habe? Diese Frau...UND ich bin schuld?“
„Ja, DU bist Schuld!“
Wir starren uns noch ein paar Sekunden zornig an, dann geht mir die Luft aus.
Ich schüttele denn Kopf und stürme dann an ihm vorbei. Er hält mich nicht auf, und ich schreite so schnell ich kann denn Pfad hinauf.
Er ist absolut auf der Seite dieser Menschen, nicht wahr? Er gehört zu denen, die glauben, das es gerecht ist, Autum für eine bessere „Rasse“ zu opfern. Meinen kleinen Autum.
Ich schluchze und bleibe stehen, drücke ihn fest an meine Brust. Ich würde ihn mit nehmen. Auf jeden Fall.
Am Rande eines Hauses lasse ich mich zu Boden sinken und streiche apathisch über seine braunen Haare. Autum kaut auf seiner Zunge herum und zupft Gras aus dem Boden.
Nach einer Weile kommt Charlie denn Berg hoch. Als er mich sieht, bleibt er kurz stehen, aber ich beachte ihn nicht. Wütend stapft er an mir vorbei, in Richtung der Essensräume.

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BeitragThema: Re: NOCA   Di Nov 13, 2012 4:35 pm

Das einzige, was mir zu Charlie's Verteidigung einfällt, ist, dass er wahrscheinlich ne ziemliche Gehirnwäsche hinter sich hat...
Hoffentlich ändert er irgendwann seine Meinung. ^^
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BeitragThema: Re: NOCA   Di Nov 13, 2012 11:49 pm

eigentlich ist er ja nur besorgt, da vergisst man manchmal das wesentliche
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